Im Umfeld der Asse erhöhte Leukämierate

Nun kommt ein weiterer Skandal ans Tageslicht:

In der Umgebung des Atommülllagers Asse gibt es eine signifikante Erhöhung der Leukämiefälle bei Männern und eine Verdreifachung der Schilddrüsenkrebs bei Frauen.

Nachdem schon vor Jahren in einer der größten Krebsstudien (der sog. KIKK-Studie = Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken) eine signifikante Erhöhung der Leukämierate bei Kindern unter 5 Jahren im Umkreis von 5 km in der Umgebung aller deutscher Atomkraftwerke festgestellt worden ist.

Obgleich die Studie eindeutige Ergebnisse aufweist, gibt es keinerlei Konsequenzen daraus.

Offenbar ist die Grenze, ab wann radioaktive Strahlung gesundheitsgefährdend ist, deutlich niedriger, als bislang angenommen.

Eine ausführliche Stellungnahme dazu gibt der Verein: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung.
Es ist ein überaus lesenswerter wissenschaftlicher aber doch verständlicher Beitrag.

Die Autoren legen z.B. offen, dass die Strahlengrenzwerte auf einen erwachsenen 30 jährigen Mann festgelegt worden sind. Schon als Laie kann man sich aber gut vorstellen, dass besonders Embryonen und Kinder durch die erhöhte Zellteilung sehr viel empfindlicher reagieren.

Neu in diesem Zusammenhang ist auch, dass laut einer neuen Studie im Umfeld aller AKW weniger Mädchen geboren werden als Jungen. Unter Toxikologen schon lange ein Beleg für gestörte Umweltbedingungen.

Ich frage mich ernsthaft, was noch alles passieren muss, damit Politik reagiert. Zahlt die Bevölkerung schon für die Misswirtschaft der Banken und Spekulanten, droht nun die Bezahlung der Atompolitik mit Milliardengeschenken an die Atomlobby durch die Gesundheit der Anwohner.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=2PiQTr0noL4

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.