EU und Deutschland erhöhen Grenzwerte für Radioaktivität für Lebensmittel

Wie foodwatch am 31.3.2011 gemeldet, hat die EU Kommission per Eilverordnung die Grenzwerte für die radioaktive Belastungen heraufgesetzt.

Gott sei Dank gibt es Organisationen wie Foodwatch, die dies öffentlich machen.

Aber was ist die Motivation für ein derartiges Verhalten. Diese Grenzwerte wurden für den akuten Nuklearnotstand nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl in einer EU Richtlinie festgelegt, aber bislang nicht umgesetzt. Offenbar schätzt die EU Kommission die Gefährdung durch den japanischen GAU in Fukushima deutlich höher ein, als es der Bevölkerung Glauben gemacht wird.

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Dioxin in Lebensmitteln

Es vergehen kaum ein paar Monate, so finden sich giftige Chemikalien in deutschen Lebensmitteln. Diesmal ist es  das Dioxin und wieder werden Konsequenzen versprochen. Langsam kann man das nicht mehr hören.

Offenbar hat die Lobby auch hier ihre Vertreter so nah an der Politik platziert, dass die immer noch an Selbstkontrollen glauben.
Ich kann mich daher des Eindrucks nicht erwehren, dass die Politiker mittlerweile eine Kaste ausgebildet haben, die nur noch in ihren Kreisen verkehrt und keinerlei  Kontakt mehr zu uns Bürgern hat. Sie begeben sich mit Wirtschaftsdelegationen auf Auslandsreisen, kungeln mit den Energiekonzernen das revolutionäre Energiekonzept aus und besprechen ihre Gesundheitsreform mit der Pharmaindustrie…

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Im Umfeld der Asse erhöhte Leukämierate

Nun kommt ein weiterer Skandal ans Tageslicht:

In der Umgebung des Atommülllagers Asse gibt es eine signifikante Erhöhung der Leukämiefälle bei Männern und eine Verdreifachung der Schilddrüsenkrebs bei Frauen.

Nachdem schon vor Jahren in einer der größten Krebsstudien (der sog. KIKK-Studie = Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken) eine signifikante Erhöhung der Leukämierate bei Kindern unter 5 Jahren im Umkreis von 5 km in der Umgebung aller deutscher Atomkraftwerke festgestellt worden ist.

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Atomernergie: radioaktiver Abfall in die Umwelt

Ich habe eher durch Zufall herausgefunden, dass im Zuge von Abbrucharbeiten bei Kernkraftwerken radioaktives Material „freigemessen“ wird. Dies bedeutet nichts anderes, dass radioaktives Material aus dem kontrollierten Bereich des Atomrechts ausgesondert wird und in den „Stoffkreislauf“ gelassen wird.
Was bedeutet dies nun für uns Bürger? Zunächst landen Abfälle auf normalen Mülldeponien. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, dass „freigemessene“ Metalle eingeschmolzen werden und in die Metallverarbeitende Instustrie als Rohstoff gelangt. Dies kann bedeuten, dass Metall von Brillengestellen, Zahnspangen, Autoteile und alle weiteren metallhaltigen Produkte radioaktiv strahlen können. Bauschutt kann für Straßen-, Spielplatz oder Sportplatzbau verwendet werden.
Um das Wort „freimessen“ einmal zu erklären: ist ein radioaktiver Stoff freigemessen, strahlt der nur juristisch nicht (ja solche Formulierungen gibt es im Bürokratendeutsch) real natürlich sehr wohl. Und es kommen riesige Mengen von solchen radioaktiven Materialen in unserere Umwelt. Allein aus dem Abruch des AKW Lubmin werden nach Betreiberangaben ca. 1.200.000 Mg = t radiologisch restriktionsfreies Material und ca. 500.000 Mg = t freizumessende Reststoffe in den Wirtschaftskreislauf bzw. zur Deponierung als gewöhnliche Abfälle verbracht werden. Nur ca. 100.000 Mg = t radioaktive Reststoffe müssen später als radioaktive Abfälle zwischen- bzw. endgelagert werden. D.h. allein aus einem AKW werden 500000 Tonnen radioaktives Material unwiederbringlich in die Umwelt entlassen. Damit sparen die reichen Konzerne Milliarden an Entsorgungskosten. Die Hintergrundstrahlung wird steigen und wir riskieren u.U. unsere Gesundheit. Besonders empfindlich sind durch ihr schnelles Zellwachtum Kinder (besonders Embryonen). Nicht umsonst sind die Leukämieerkrankungen von Kindern unter 5 Jahren in der Umgebung von Kernkraftwerken signifikant erhöht.
Spätestens nach dem Desaster von Asse sollte auch jedem klar sein, dass Vertrauen in Sicherheitsgutachten völlig unangebracht sind. Bevor die Entsorgungsfrage nicht geklärt ist, ist ein Betrieb der AKW unverantwortlich. Wer kann für die nächsten 500000 Jahre eine Sicherheit gewährleisten?

Auch ein Geigenbauer hat eine politische Meinung

Auf meinem Blog sind ja bislang nur Artikel erschienen, die im Bereich des Geigebaus angesiedelt sind.
Nun bin ich ja durchaus ein politischer Mensch und so werde ich auf dieser Seite meine Meinung zu politischen Themen, die mich interessieren kundtun.
Besondere Schwerpunkte werden da sicherlich Kultur-, und Umweltpolitik sein. Aber auch Themen der Tagespolitik. Ich habe diese Kategorie so eingerichtet, dass die hier geschriebenen Artikel nicht auf der Startseite erscheinen (so wichtig ist meine Meinung ja nun auch nicht) Ich würde mich aber auf jeden Fall über eine Diskussion freuen….